Fahrdrahtenteisungsanlage
Problematik der Vereisung von Oberleitungen
Das Vereisen von Fahrdrahtleitungen im Schienen-Fahrzeugbereich ist in den Wintermonaten ein ernstzunehmendes Problem, da die Eisbildung an den Oberleitungen eine Stromaufnahme des Fahrzeuges verhindert. Aufgrund der daraus resultierenden Fahrtenausfälle entstehen den Verkehrsunternehmen enorme Kosten.
Um den reibungslosen Fahrgastbetrieb dennoch zu gewährleisten, bietet es sich daher an, die Oberleitungen bereits im Vorfeld mit einem Frostschutzmittel zu bestreichen, um einer Vereisung vorzubeugen.
Diese Präventivmaßnahme wird durch den Einsatz der Fahrdrahtenteisungsanlage der STEMMANN-TECHNIK GmbH möglich, die sich bereits bei der Bremer Straßenbahn AG erfolgreich im Einsatz befindet.
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Beschreibung der Enteisungsanlage
Die Fahrdrahtenteisungsanlage besteht aus 2 Komponenten:
Zum Einen aus einer Anlage, die auf einem festen Rahmen im Inneren des Schienenfahrzeuges installiert ist. Zum Anderen aus einem zusätzlichen Dachstromabnehmer, dessen Schleifleiste durch eine Schmiervorrichtung ersetzt wird.
Der wesentliche Teil der Schmiervorrichtung ist eine mit Glycerin getränkte Filzrolle (Pos. 1), die durch ihr Abrollen während der Fahrt die Oberleitung vor Vereisung schützt.
Das in der Anlage befindliche Glycerin wird hierzu via Druckluft über ein Rohr-Schlauchleitungssytem in die hohle Filzrolle eingeleitet, dort abgerollt, anschließend wieder aufgefangen und in die Anlage im Wageninneren zur späteren Wiederverwendung nach Reinigung oder zur Entsorgung zurückgeleitet.
Anordnung der Bauteile
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Montage der Schmiereinrichtung
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Zusammenfassung
Anwendungsgebiete und Betriebsbedingungen:
| Der Einsatz erfolgt auf einem Schienenfahrzeug (vorzugsweise Schienenschleifer) | |
| Idealer Einsatz bei Temperaturen zwischen 0°C bis –15°C | |
| Die Betriebsgeschwindigkeit beträgt ~ 30km/h | |
| Das System arbeitet autark per Druckluft, d. h. es sind lediglich zwei Luftanschlüsse erforderlich | |
| Für die Enteisungsanlage sind zwei Dachdurchführungen erforderlich | |
| Der Einsatz erfolgt als präventive Maßnahme | |
| Die Wirkungsdauer einer Enteisung beträgt erfahrungsgemäß 2 - 3 Tage |
Die Vorteile der Fahrdrahtenteisungsanlage liegen auf der Hand:
| Ausfälle im Fahrgastbetrieb (Fahrleitung, Fahrzeuge) werden deutlich reduziert | |
| Elektronikschäden der Fahrzeuge durch Kontaktunterbrechungen aufgrund vereister Fahrleitungen werden vermieden | |
| Der Kohleverschleiß wird reduziert | |
| Der Fahrkomfort der Fahrgäste wird gewährleistet, da aufgrund des sicheren Kontaktes der Schleifleisten zum Fahrdraht das Triebfahrzeug permanent mit Strom versorgt wird | |
| Für die Enteisungsanlage sind zwei Dachdurchführungen erforderlich | |
| Die anfallenden Kosten für Betriebsmittel sind sehr gering (20L/100km) |



